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Marktsicht: Gute Zeiten für Gold, schlechte für Amerika?

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07.09.2020

aus dem Pfadfinder-Brief Nr. 17 vom 5. September 2020, von Daniel Haase

 

„Gold wird in Afrika oder irgendwo aus einem Loch im Boden gegraben. Anschließend schmelzen wir es zu Barren, graben ein weiteres Loch, legen es dort ab und bezahlen Leute dafür, dass sie herumstehen und es bewachen. Es hat keinen Nutzen.“
Warren Buffett, amerikanischer Investor (1930*)

 

„Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung. Was würden Sie tun, Sir?“
John Maynard Keynes, britischer Ökonom (1883-1946)

 

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

im zweiten Quartal trennte sich Warren Buffett über seine Investmentholding Berkshire Hathaway nicht nur von all seinen Beteiligungen an US-Fluglinien. Er verkaufte für jeweils ungefähr 3 Mrd. US-Dollar gut 25% seiner Beteiligung an Wells Fargo und 70% seiner Position in JPMorgan Chase & Co. Für jemanden, der nach dem Lehman-Crash im Herbst 2008 demonstrativ in großem Umfang in US-Finanzaktien einstieg, ist das eine bemerkenswerte Entscheidung.

Angesichts der weithin bekannten Tatsache, dass Buffett kein Goldbug ist (s. Zitat) ist auch sein einziger Neuerwerb und gleichzeitig größter Kauf im zweiten Quartal bemerkenswert: Buffett stieg für über eine halbe Milliarde Dollar bei Barrick Gold ein, der weltweit zweitgrößten Goldminengesellschaft. Zwei weitere Nachrichten fand ich in diesem Kontext erwähnenswert: (1) Eine UMFRAGE DES MANHATTAN INSTITUTE zeigt, dass über 40% der New Yorker ihre Stadt aus wirtschaftlichen Gründen (22%) und wegen der steigenden Kriminalität (21%) gerne verlassen würden, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Allein im März und April seien bereits 420.000 New Yorker weggezogen. (2) Amerikas größter Handfeuerwaffenproduzent Smith & Wesson meldet Rekordumsätze. Im Vergleich zum Vorjahresquartal haben sich die Umsätze mehr als verdoppelt (+141%). Der Unternehmensbericht erwähnt ausdrücklich die sozialen Unruhen als treibende Kraft hinter diesem „Erfolg“.

Hat Warren Buffett seinen Glauben an Amerika verloren und wird nun doch zum Gold-Fan? Vielleicht hatte er bei seinen jüngsten Transaktionen auch nur Keynes Pragmatismus im Sinn. Die Fakten sprechen zunehmend für Gold.

Abb. 1: Kursentwicklung von Barrick Gold, Wells Fargo und JPMorgan in US-Dollar seit Anfang 2019 (01.01.2019 auf 100 normiert)
Quelle: Tai-Pan (Lenz + Partner) & ZEROHEDGE.COM

 

Herzliche Grüße
Ihr Daniel Haase

PS: Der nächste Pfadfinder-Brief ist für Samstag, den 19. September 2020 geplant.

 

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