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Marktsicht: Gezeitenwechsel zwischen Renten und Aktien

AktuellInvestment
19.07.2021

Aus dem Pfadfinder-Brief Nr. 14 vom 17. Juli 2021, von Daniel Haase

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

im ersten Halbjahr 2021 haben Anleger weltweit sehr, sehr, sehr viel Geld in Aktienfonds investiert. Setzt sich dieser Rekord-Trend in den kommenden Monaten fort, dann könnten die diesjährigen Mittelzuflüsse größer ausfallen als die Summe aller Mittelflüsse der zurückliegenden 20 Jahre. Was treibt die Investoren an? Euphorie ist es meines Erachtens nicht. Wenn ich mich recht erinnere, war es Philipp Vorndran, der Kapitalmarktstratege des Kölner Vermögensverwalters Flossbach von Storch, der die seit 2009 laufende Hausse schon vor zwei oder drei Jahren als den am meisten verhassten Bullenmarkt aller Zeiten beschrieben hat. Warum? Weil kaum jemand (ausreichend) investiert ist.

Die Kraft hinter der Hausse waren Aktienrückkäufe der Unternehmen, Privatleute hätten per Saldo wenig investiert, institutionelle Anleger die gestiegenen Kurse zur Teilverkäufen genutzt, um ihre Aktienquoten weitgehend stabil zu halten. Bis vor einem Jahr gab es auch nur wenig Druck. Zwar schrumpften die Kupons bei Zinspapieren nahezu jedes Jahr. Doch in mittel- bis langfristig orientierten Anleiheportfolios wurde dieses Problem ebenfalls nahezu jedes Jahr durch Kursgewinne überkompensiert. Seit 2020 ist damit Schluss. Die Renditen scheinen ihren absoluten Tiefpunkt gefunden zu haben. Seither gibt es nurmehr minimale oder gar negative Zinsen. Sollten die Renditen – wie im ersten Quartal 2021 – mal um einen halben oder gar einen ganzen Prozentpunkt steigen, dann gibt es zusätzlich zum Zinsmangel auch noch satte Kursverluste. Früher brachten Staatsanleihen risikolose Zinsen, seit einem Jahr nur noch zinslose Risiken. Diese rationale Erkenntnis gepaart mit dem Handlungsdruck, den es vor 2020 noch nicht gab, dürfte die treibende Kraft hinter den starken Mittelzuflüssen für Aktienfonds im ersten Halbjahr sein.

 

Abb. 1 Der Chart zeigt die weltweiten Mittelzu- und abflüsse in Aktienfonds. Die Daten von 2002 bis 2020 sind Jahresdaten, jene für 2021 beziehen sich nur auf das erste Halbjahr. Quellen: Bank of America Global Research, Goldman Sachs, zerohedge.com (2./7. Juli 2021)

 

Wir gehen davon aus, dass es sich bei dieser Entwicklung keineswegs um eine temporäre Angelegenheit handelt, sondern um einen kraftvollen Gezeitenwechsel, der uns vermutlich die gesamte Dekade begleiten dürfte: Raus aus Renten, rein in Aktien! Dasschließt die Möglichkeit von kleineren oder größeren Korrekturen an den Aktienmärkten keineswegs aus. Wellen gibt es bei Ebbe wie bei Flut. Derzeit mehren sich die Signale, die mal wieder für eine etwas höhere Korrekturwahrscheinlichkeit sprechen. Allerdings habe ich in über 30 Börsenjahren kein einziges Instrumentarium gefunden, mit dem sich der Beginn einer Korrektur auch nur halbwegs präzise vorhersagen ließe und außerdem erscheint es im gerade beschriebenen Kontext alles andere als sinnvoll, die Flut zu verpassen, nur weil man dem nächsten, kleinen Wellental ausweichen möchte. Wer auf Qualität setzt, sollte etwaigen temporären Rücksetzern gelassen entgegensehen: Als die in Hongkong notierten ChinaAktien jüngst in wenigen Tagen um über 8% einbrachen, haben unsere 103 defensiven Titel in Hongkong weniger als 2% eingebüßt. Während die rund 300 EURO STOXX – Mitglieder seit dem vorherigen Brief knapp 2% (Median) verloren, konnten unsere 130 Euro-Aktien zeitgleich rund +1% gewinnen. Die Konzentration auf Qualität zahlt sich gerade in turbulenten Zeiten aus.

Abb. 2: zeigt die Entwicklung des uns im Marathon Stiftungsfonds anvertrauten Vermögens. Dank unseres Pfadfinder-Absicherungssystems hatten wir im Corona-Crash nur geringe Rücksetzer (max. 13%) und konnten bereits am 30. April 2020 neue Allzeithochs erzielen. Die Wertzuwächse seit Anfang 2020 summieren sich auf ungefähr +20%, das uns anvertraute Vermögen hat sich durch zusätzliche Mittelzuflüsse auf aktuell 103 Mio. € nahezu verdoppelt. Quelle: HANSAINVEST INFORMATIONSPORTAL (Stand: 16.07.2021)

 

Der Crash im März 2020 gab uns die Gelegenheit, für jeden nachvollziehbar zu zeigen, was wir unter „Wir schützen Vermögen“ und „Mehr Rendite, systematisch weniger Risiko“ verstehen. Seither wurden uns erhebliche zusätzliche Vermögen anvertraut. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle im Namen aller HAC-Kollegen sowohl bei unseren langjährigen Kunden wie auch den vielen neuen Mandanten und Vertriebspartnern herzlich bedanken.

Herzliche Grüße
Ihr Daniel Haase

 

PS: Der nächste Pfadfinder-Brief ist für Samstag, den 7. August 2021, geplant.

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