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Marktsicht: Fed-Chef Jerome Powell setzt auf Aktien

AktuellInvestment
07.09.2021

Aus dem Pfadfinder-Brief Nr. 17 vom 04. September 2021, von Daniel Haase

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

William McChesney Martin Jr., in den 1950/60er-Jahren Chef der Federal Reserve, soll einmal gewitzelt haben, es sei die wichtigste Aufgabe einer Zentralbank, „die Bowle (niedriger Zinsen) abzuräumen, bevor die Party richtig in Schwung kommt.“ Die Zeiten ändern sich und mit ihnen natürlich auch das Selbstverständnis von Notenbankern. Aus zumeist eher im Abseits stehenden, puritanischen Party Poopern à la William McChesney Martin wurden irgendwann irgendwie stets im Zentrum jeder (Finanz-) Party zu findende Cheerleader und Barkeeper à la Alan Greenspan oder Jerome Powell. Wenn man so will, sind Sie heute „ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft.“ (im Gegensatz zu Goethes Mephisto).

Alan Greenspan mag man dabei zugutehalten, dass er sein eigenes Vermögen – soweit bekannt – stets in kurzlaufenden US-Staatsanleihen anlegte. So vermied er Interessenskonflikte und setzte sich in einem gewissen Umfang den tendenziell negativen, inflationären Folgen seiner Geldpolitik selbst aus („Skin in the Game“).

Einen Blick aufs Vermögen von US-Zentralbank-Chef Jerome Powell gewährt ein von Dylan Grice verfasster Artikel auf themarket.ch. Zwei Dinge finde ich daran besonders spannend: (1) Worauf Powell erkennbar den Hauptteil seines Vermögens setzt und (2) was er wie der Teufel das Weihwasser meidet. Die Antworten: (1) Aktien und (2) US-Staatsanleihen.

 

Abb. 1: Näherungsweise Zusammensetzung des Vermögens von Fed-Chef Jerome Powell auf Basis der vom „Office of Government Ethics“ (OGE) veröffentlichten, 2019er-Daten. Quellen: OGE, Dylan Grice (Calderwood Capital Research), themarket.ch

 

Sieht so das Portfolio eines Mannes aus, der die Bowle abräumen wird, bevor die Party so richtig in Schwung kommt? Oder passt dieses Portfolio eher zu einem Mann, der „Freibier“ verteilt, sobald die Stimmung nachzulassen droht? Die Frage, was seinem Portfolio schaden bzw. nutzen würde, ist jedenfalls leicht zu beantworten.

Während Standard-Aktien in Amerika und Europa im laufenden Jahr ohne nennenswerte Pausen kräftig haussierten, haben viele Märkte im asiatischpazifischen Raum über ein halbes Jahr  signifikante Rücksetzer durchlebt. Der Nikkei 225 gab zweitweise über 10% nach, der Hang Seng China Enterprises Index (HSCEI) brach sogar um über 25% ein. Seit zwei Wochen mehren sich die Signale, dass die Korrekturphase vorüber sein und es nun auch in Asien mit neuer Kraft wieder aufwärts gehen könnte.

 

Abb. 2 zeigt den Nikkei 225. Im laufenden Jahr ist die Konsolidierung / Korrektur von über 30.700 Punkten im Februar bis auf leicht unter 27.000 Punkte am 20. August gut erkennbar. Anschließend drehte der japanische Aktienmarkt kraftvoll nach oben.

 

Was uns für die Investoren u.a. im Stiftungsfonds besonders freut: Während unsere Positionen in Tokio und Hongkong während der Korrektur nur minimale Rücksetzer verbuchten, nehmen sie an der seit dem 20. August laufenden Aufwärtsentwicklung wieder kraftvoll teil. Die konsequente Konzentration auf Qualitätsaktien zahlt sich auch in Asien aus.

Herzliche Grüße
Ihr Daniel Haase

PS: Der nächste Pfadfinder-Brief ist für Samstag, den 18. September 2021, geplant.

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