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Marktsicht: Antizyklisches Signal für Gold

AktuellInvestment
13.03.2021

Aus dem Pfadfinder-Brief Nr. 06 vom 13. März 2021, von Daniel Haase

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

nach einer fast zweijährigen, atemberaubenden Rally toppte der Goldpreis im Sommer 2020 bei 2.075 Dollar je Unze, dann setzte eine Korrektur ein, die den Preis bis zum Montag dieser Woche um 19% auf 1.682 Dollar senkte. Die Goldminen im NYSE Arca Gold Bugs Index gaben im selben Zeitraum sogar 31% nach.

Die Gruppe der an der US-Terminbörse registrierten, kommerziellen Händler (z.B. Vertreter der Goldminen) hat die jüngsten Preisrückgänge genutzt, um sowohl ihre Kaufpositionen deutlich aufzustocken als auch ihre Verkaufspositionen zu reduzieren. In unserer Systematik entstand dadurch ein erstes, antizyklisches Kaufsignal.

Abb. 1: Entwicklung des Goldpreises in US-Dollar je Unze seit 2011 sowie Zeiten in denen die kommerziellen Händler an der US-Terminbörse ungewöhnlich viele Long- (grün) bzw. Short-Positionen (rot) hielten. Quellen: Tai-Pan (Lenz + Partner), HAC Finanzmedien GmbH

Beim Blick auf frühere Signale (grüne Streifen in Abb. 1) fällt auf, dass die kommerziellen Händler kleinere und größere Korrektur-Tiefs oft recht sicher treffen, sich manchmal aber auch etwas zu früh positionieren. Nachdem die Edelmetall-Quote im Marathon Stiftungsfonds sowohl durch die Goldpreiskorrektur als auch durch Mittelzuflüsse zuletzt auf unter 9% gefallen war, haben wir dieses erste, antizyklische Signal genutzt, um in dieser Woche aus unserer Sicht günstig nachzukaufen und die Quote wieder auf „normale“ 10% anzuheben. Sollte Gold trotz des noch jungen Signals – ähnlich wie 2018 – nochmals deutlich nachgeben, behalten wir uns eine weitere Aufstockung bis auf 12% vor. Nicht unser Optimismus für Gold, sondern unser Pessimismus für den Wert von Zentralbank-Geld lässt uns mit Blick auf die kommenden Jahre sehr zuversichtlich für Edelmetalle (und Aktien!) sein.

Gut möglich, dass die jüngsten vom Rentenmarkt ausgehenden Turbulenzen noch etwas anhalten und für eine Abkühlung am Aktienmarkt sorgen. Ob das so kommt, ist leider nicht seriös prognostizierbar. Deshalb ist mit zu viel Cash an der Seitenlinie zu warten, durchaus riskant, denn an der grundsätzlichen Hausse-Erwartung halten wir weiter fest. Falls aber eine größere Korrektur startet, dann dürfte es sich um eine sehr gute Gelegenheit handeln, Aktienpositionen außer der Reihe aufzustocken. Deshalb gilt: Wenn es zu einer größeren Korrektur kommt, werden wir sie in unseren HAC-Strategien entsprechend nutzen.

Herzliche Grüße
Ihr Daniel Haase

 

PS: Der nächste Pfadfinder-Brief ist für Samstag, den 27. März 2021, geplant.

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