Editorial

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

die Aktien von Unternehmen aus den BRIC-Staaten und den Emerging Markets sind in letzter Zeit unter Druck geraten. Dies liegt daran, dass die Investoren die Risiken in ihren Portfolios im dritten Quartal stark reduziert haben. Der Hauptgrund hierfür waren vor allem Ängste vor einer „harten Landung“ der chinesischen Wirtschaft.

Auch an der brasilianischen Börse blieb die Stimmung gemischt. Der Bovespa-Index hat seit Jahresbeginn circa 18 Prozent abgegeben. In diesem Jahr erwartet die brasilianische Wirtschaft ein Wachstum von drei Prozent, im nächsten Jahr dürften es 3,5 Prozent sein. Das Investment-Rating für Brasiliens Zahlungsfähigkeit hat die Agentur Standard & Poors´s von „BBB-“ auf „BBB“ mit stabilen Aussichten verbessert. Der brasilianische Markt liegt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 9 unter dem historischen Schnitt von 12. Das ist eine gute Basis, um in diesen Markt einzusteigen.

Auch das KGV der indischen Aktien ist mit 12 eher preiswert bewertet. Die Aktienkurse in Indien sind runde 20 Prozent von ihrem Höchstwert entfernt. Die Analytiker der Schweizer Bank Sarasin gehen davon aus, dass in den Emerging Markets eine „weiche Landung“ demnächst geschafft sein wird und die Kurse entsprechend anziehen. Besonderes Potenzial sehen sie dabei insbesondere auch für indische Aktien.

Mit unserem neuen Fonds World Top Emerging Market Fund UI, der in diesen Tagen die Zulassung durch die BaFin erhalten wird, beweisen wir ein gutes Markttiming, um jetzt in diese Märkte einzusteigen. Die Aktienkurse sind gefallen. Die wirtschaftlichen und demographischen Aussichten der Emerging Markets sind weiterhin gut. Die Anleihemärkte sind erwachsen geworden. Die Bonitäten dieser Länder steigen.

Weitere Argumente finden Sie in der „Anlagestrategie“.

Ihnen allen wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest, viel Muße zwischen den Jahren und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Neue Jahr!

Die Ergebnisse der HAC Fonds/Depots
  November 2011 Jahresergebnis
HAC-Fonds-Marathon-Aktien Classic: - 1,69 % - 8,45 %
HAC World Top-Investors: + 0,54 % - 7,45 %
World-Top-Defensiv-Fonds: - 0,88 % - 2,71 %
HAC-Depot II Top-Mix: - 0,86 % - 8,75 %

Anlagestrategie

Neuer Fonds: World Top Emerging Market Fund UI

Wenn ich mit Anlegern über unseren neuen Fonds spreche, sind viele der Meinung, dass wir diesen „Emerging Market Fund“ deshalb auflegen, weil in den vergangenen 15 Jahren die BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) sich wirtschaftlich deutlich besser entwickelt haben als die westlichen Industrienationen und diese bessere Wirtschaftsentwicklung auch eine bessere Aktienentwicklung nach sich gezogen hat. Also, so die Meinung, liege es nahe, nicht nur in diese BRIC-Länder weiterhin zu investieren, sondern nach weiteren Ländern im Gebiet der Emerging Markets Ausschau zu halten, um an dieser (zu erwartenden) positiven Entwicklung zu partizipieren. Das ist ein wichtiges Argument, aber nicht das Hauptargument.

Das Hauptargument für die Auflegung des neuen Fonds ist, Ihnen die Möglichkeit zu geben, jenseits der westlichen Schuldenstaaten Ihr Geld anzulegen. Und zwar in Ländern und Märkten, die wenig verschuldet sind, deren Anleihemärkte erwachsen geworden sind, deren Wirtschaftswachstum höher und deren Arbeitskosten niedriger sind als in den westlichen Industrienationen. Außerdem stimmt die demographische Entwicklung. Und last but not least: Zwischen der Wirtschaftsleistung in den Emerging Markets und der Marktkapitalisierung klafft eine große Lücke. Diese Lücke wird in der Zukunft geschlossen werden.

HAC Termine

HAC Börsenstammtische

Die HAC Angebote sind nicht nur zum Konsumieren, sondern auch zum Mitmachen – für alle HAC Mitglieder. Um vorherige telefonische Anmeldung unter Telefon 040 611 848 0 wird gebeten.

HAC Anlegerforum

Gemeinsam mit der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) bieten wir Ihnen weitere Informationsveranstaltungen an, zu denen wir Sie herzlich einladen. Das nächste Anlegerforum findet in Hannover statt. Dort erhalten Sie Informationen aus erster Hand. ­Außerdem können Sie nach den Vorträgen Fragen an die Referenten richten. Eine einmalige Chance – denn das ist sonst nur Analysten und institutionellen Anlegern vorbehalten. Melden sie sich bitte rechtzeitig an, da die Termine oft schnell ausgebucht sind.

Weitere Termine entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.

Marathon-Aktien-News

Walt Disney - Große Sprünge

Zum Vergrößern anklicken

Der weltgrößte Unterhaltungskonzern erhöht seine jährliche Dividendenausschüttung auf 0,60 Dollar je Aktie – das ist ein Plus von 50 Prozent und der größte Sprung seit 20 Jahren. Außerdem zahlt Disney damit bereits im 56. Jahr in Folge eine Dividende! Und nicht nur die Dividendenquelle sprudelt; Im letzten Geschäftsjahr wurden für fünf Milliarden Dollar eigene Aktien vom Markt zurückgekauft.

Der Betreiber von Fernsehsendern, Filmstudios sowie Disney-Themenparks hat im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 einen Rekordumsatz und Rekordgewinn erzielt. Motor des Wachstums waren dabei die hohen Besucherzahlen in den Freizeitparks und Ferienclubs und die gestiegenen Einnahmen der Disney-Familienprogramme. 2012 soll der neue Luxusliner „Disney Fantasy“ die Leinen loswerfen und in China wird schon fleißig an dem ersten Freizeitpark gewerkelt. Das sollte auch in der nahen Zukunft weitere Sprünge erlauben.

Beiersdorf - Neuer Schwung?

Zum Vergrößern anklicken

Obwohl die Parademarke Nivea in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden ist, viel Grund zum Feiern gibt es derzeit wohl nicht im Hause Beiersdorf. Das Hamburger Unternehmen steckt mitten in einem umfangreichen und teuren Umbau, der das Ergebnis für 2012 wohl in dreistelliger Millionenhöhe belasten soll. Aber Augen geradeaus: Geplant ist, die Produktpalette zu straffen und regionale Anpassungen vorzunehmen. Mit der Stärkung der Kernmarke Nivea soll das Wachstum wieder angekurbelt werden.

Neuen Schwung in den Aktienkurs brachte die Nachricht vom personellen Austausch an der Konzernspitze, Stefan Heidenreich soll ab Januar das Zepter von Bernd Quaas übernehmen. Heidenreich ist als erfahrener Markenspezialist bekannt und machte Karriere bei Procter & Gamble sowie Reckitt Benckiser. Momentan scheinen die Übernahmefantasien dadurch verflogen zu sein.

Urteilsticker

Falschparker

Auch wenn ein Auto nur teilweise auf einem Radweg geparkt war, muss der Halter für das Abschleppen des Wagens zahlen. Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden (Az.: 5 A 954/10). Während einer Großveranstaltung hatte ein Autofahrer seinen Wagen zum Teil auf einem Radweg abgestellt. Dafür muss er zahlen, obwohl von dem abgestellten Auto keine konkrete Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer ausging. Es habe die Gefahr bestanden, dass sich andere Autofahrer ein schlechtes Beispiel an dem Falschparker nehmen, argumentierten die Richter. Die Entscheidung könnte auch Folgen für Autofahrer haben, die ihren Wagen verbotswidrig auf einem Gehweg parken, warnt der Automobilklub ADAC.

Preisvergleich

Viele Internet-Lebensmittelhändler schummeln beim sogenannten Grundpreis, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Der Grundpreis ist der umgerechnete Preis pro Maßeinheit, also pro Liter oder Kilogramm. Er soll Kunden den Preisvergleich zwischen verschieden großen Packungen vereinfachen. Händler sind bei den meisten Verpackungen verpflichtet, diesen Preis anzugeben. Doch viele verschweigen die Angabe komplett oder informieren falsch, haben die Verbraucherschützer in einer Stichprobe herausgefunden. So rechnen sie zum Beispiel bei Dosenwürstchen oder -gurken das Gewicht der Flüssigkeit, in der die Ware schwimmt, mit ein, obwohl das verboten ist.

Sparpotenzial

Die Preisunterschiede bei Berufsunfähigkeitsversicherungen sind immens – selbst bei Verträgen mit gleichen Leistungen. Das hat die Stiftung Warentest bei einem Vergleich von Tarifen verschiedener Anbieter herausgefunden. So zahlt eine Diplomkauffrau für einen Vertrag mit einer Monatsrente von 2000 Euro und einer Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr zwischen 870 und 2282 Euro pro Jahr. Einen Altenpfleger kostet eine Rente von 1000 Euro mit einer Laufzeit bis zum 65. Lebensjahr zwischen 645 und 1742 Euro pro Jahr. Das beste Angebot für ihre Modellkunden fand die Stiftung Warentest bei der Versicherung Aachen-Münchener. Das Urteil „sehr gut“ erhielten außerdem Tarife der Anbieter HUK24 und HUK-Coburg.

Renovierungskosten

Wenn sich eine Eigentümergemeinschaft eines Mehrfamilienhauses mehrheitlich für eine teure Renovierung entscheidet, müssen alle Eigentümer für die Arbeiten zahlen. Das gilt auch für Wohnungsbesitzer, die eine günstigere Variante der Renovierung bevorzugen, sich aber in der Gemeinschaft nicht durchsetzen können. Auf dieses Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (Az.: 20 W 138/08) weist der Deutsche Anwaltsverein hin. In einer Eigentumswohnung hatte sich Schimmel gebildet, weil ein Teil der Hausfassade nicht ausreichend gedämmt war. Die Mehrheit der Eigentümer entschied sich daraufhin, die gesamte Fassade neu dämmen zu lassen. Ein Eigentümer dagegen favorisierte die Dämmung eines kleinen Teils der Fassade, was deutlich günstiger gewesen wäre. Der Mann muss sich aber dem Entschluss der Mehrheit beugen, entschieden die Richter.

Autoversicherung

Cabriobesitzer fahren mit einer Vollkaskoversicherung oft günstiger als mit einer Teilkaskopolice, teilt die Gothaer-Versicherung mit. Cabrios sind in der Teilkaskoversicherung nämlich häufig in eine höhere Typklasse eingestuft als in der Vollkaskoversicherung, was zu höheren Beiträgen führt. Außerdem gibt es in der Teilkasko keinen Schadenfreiheitsrabatt. In der Vollkasko dagegen sinkt der Beitrag jedes Jahr, wenn der Kunde keinen Schaden meldet.

Quelle: Christoph Hus - FTD