Die Geißel der Geldanlage:

INFLATION!

Alle sprechen davon, keiner beachtet sie.

 

3-5 % Inflationsrate

Obwohl viele offiziellen Quellen Ihnen gerne etwas anderes erzählen möchten, werden wir Ihnen im Folgenden erläutern, warum es für Ihren Vermögensschutz am besten ist, wenn Sie bei Ihrer Planung von einer Inflationsrate zwischen drei und fünf Prozent pro Jahr ausgehen, je nach Ihrem individuellen Sicherheitsbedürfnis! Das hat zum einen damit zu tun, dass die durchschnittliche Inflationsrate in den letzten 45 Jahren bei ungefähr drei Prozent lag (mit einer Schwankungsbreite zwischen einem und sieben Prozent) und zum anderen damit, dass die staatlichen Stellen dazu neigen, die Inflationsrate durch statistische "Kniffe" tendenziell immer zu niedrig anzusetzen.

Inflation: Ein notwendiges Übel?

Für viele ist die Inflation einfach etwas, das man hinnehmen muss: Alles wird eben ständig teurer. Allerdings schwanken die Vorstellungen darüber, wie hoch die Inflation ist, zwischen den offiziellen - niedrigen - Zahlen des Staates und dem höheren Empfinden der Verbraucher ("gefühlte Inflation"). Wir werden zeigen, dass der Verbraucher gar kein so schlechtes Gefühl für die Inflationsrate hat.

Der Staat hat ein großes Interesse daran, niedrige Inflationsraten auszuweisen: Zum einen reduziert das seine Ausgaben, z.B. bei Rentenerhöhungen, zum anderen stellt es den Wähler zufrieden, wenn er überall lesen kann, dass es kaum teurer wird und das Geld seinen "Wert" behält. Deshalb versucht der Staat mit verschiedensten (statistischen) Mitteln, die Inflationsrate künstlich niedrig zu halten.

Im Ergebnis führt diese künstliche Inflationsrate zu einem spürbaren Vermögensverlust der Verbraucher, deren Kaufkraft immer deutlicher absinkt. Auch Sparer trifft dies angesichts der geringen Zinsen massiv. Doch die Masse der Menschen merkt es nicht, weil das finanzielle Grundwissen fehlt.

Manipulationen überall!

Preisveränderungen zur Inflationsberechnung werden heutzutage aus dem zu Grunde liegenden "Warenkorb", also einer möglichst repräsentativen Anzahl verschiedener Güter des täglichen Lebens berechnet. Die Zusammensetzung ist natürlich Geschmackssache, kann also nur irgendwelche durchschnittlichen Gewohnheiten der Bevölkerung berücksichtigen, ist aber schon hinreichend repräsentativ. Trotzdem lebt natürlich ein Student anders als eine Großfamilie. Die Praxis führt dies aber endgültig ad absurdum. So werden die Warenkörbe fast überall auf der Welt ununterbrochen „angepasst“.

Ausgaben eines durchschnittlichen Privathaushaltes in Deutschland 2011/2012

Die EEG-Umlage hat einen Anteil von 0,3% am deutschen Warenkorb.


Seit etwa 1980, dem Zeitpunkt als die Verschuldung der Industrienationen stark anstieg, wird an der Inflationsrate herumgedoktert. Im Ergebnis werden all jene Komponenten des Warenkorbs, die eine stärkere Geldentwertung andeuten, gedrückt und all jene Dinge, die dem technischen Fortschritt unterliegen und deshalb häufig billiger werden (z.B. Computer), angehoben bzw. im Preis künstlich herabgesetzt. Beides reduziert natürlich die "Inflation". So fanden mengenmäßige Anpassungen in der Vergangenheit zum Beispiel häufig bei frischen Nahrungsmitteln oder im Energiebereich statt. Teure Lebensmittel wurden im Warenkorb in der Menge herabgesetzt, ebenso der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch. So wurde beispielsweise frisches Obst und Gemüse langsam gegen Konserven und Tiefkühlkost ausgetauscht. Gutes Rindfleisch gegen qualitativ minderwertigeres Hackfleisch usw.. 

Der größte Trick ist allerdings die sogenannte "Hedonik". Sie soll berücksichtigen, dass einzelne Produkte steten Qualitätsverbesserungen unterliegen, diese werden dann „berechnet“ und vermindern den heutigen Preis einer Waschmaschine oder eines Computers, obwohl diese teurer geworden sind! So ist zum Beispiel ein PC mit 500 GB Festplatte besser als das Gerät vor 4 Jahren mit 100 GB. Die Statistik argumentiert nun, dass der heutige PC zwar um 30 % teurer ist als der von vor vier Jahren, dass er aber das Fünffache leistet, also in Wirklichkeit billiger geworden ist! Dies ist eine grandiose (statistische) Denkweise, denn niemand berücksichtigt, ob die Leistungssteigerung nicht wieder dadurch verpufft, dass auch die heutigen Programme einen fünffachen Speicherbedarf haben und ob der Nutzer diese Leistung auch wirklich braucht oder abrufen kann. Ein zumindest fragwürdiges Anpassen der Inflationsrate, das auch komischerweise in der Regel immer eher zu niedrigeren Preisen führt.

Die Meister in der Manipulation der Inflationsrate sind die USA. Die engagierte Web-Seite von ShadowStats berechnet laufend, wie die heutige Inflationsrate der Amerikaner aussehen würde, wenn sie weiterhin nach den Kriterien der 80er Jahre berechnet werden würde, dem Zeitpunkt als die Politiker massiv anfingen, die Rate zu manipulieren. Raten Sie einmal, wie hoch die Differenz im Jahre 2014 ist? Sage und schreibe acht Prozentpunkte (zehn anstatt der offiziellen zwei Prozent)! Selbst auf Basis der Kriterien der 90er Jahre sind es immer noch vier Prozentpunkte.   

So oder so - es funktioniert. Die meisten Menschen glauben, dass wir in einer Zeit niedriger Inflation leben und betrachten diese, wenn überhaupt, als zum Leben dazu gehörend. Jedenfalls zeigt das Verhalten der meisten Anleger, dass sie die Inflation nicht als das sehen, was sie ist ...

Einmal ausgesprochen: Inflation ist Enteignung! 

Inflation ist der Verlust von Kaufkraft, also eine echte Vermögensminderung. Ein Staat der zwei Prozent Inflationsrate als Ziel für "Preisstabilität" ausgibt, macht sich der Irreführung schuldig, denn dies bedeutet nichts anderes, als dass Ihr Vermögen jedes Jahr um zwei Prozent sinkt. Man könnte auch sagen, an Wert verliert oder enteignet wird! Die nachfolgende Tabelle zeigt die Folgen für Ihr Vermögen bei unterschiedlichen Inflationsraten ... 

Inflationsrate: 3% 4% 5% 6%
Wertverlust nach ...
10 Jahren 25,60% 32,4% 38,60% 44,20%
20 Jahren 44,60% 54,4% 62,30% 68,80%

Alternative Inflationsermittlung

Geld ist zunächst einmal nichts anderes als ein Tauschmittel. Früher tauschten die Menschen Ware gegen Ware (Naturaltausch). Jedoch entwickelten sich im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Tauschvorgänge, so dass die Komplexität des direkten Tausches und die Findung des richtigen Tauschwertes erschwert wurde.  Es musste also – unabhängig davon, was jemand anbot – ein Tauschmittel her: Geld.

Im Optimum sollte die gesamte Geldmenge in einer Volkswirtschaft dem Gegenwert der Waren entsprechen, denn das Geld hat ja wie gesagt keinen Eigenwert, sondern ist ein Mittel zur Erleichterung des Warenhandels. Steigt das Waren- (oder Dienstleistungs-) Angebot in einem Land, so muss die Geldmenge um einen entsprechenden Wert angehoben ("gedruckt") werden, damit sich Wert und Tauschmittel wieder ausgleichen.

Problematisch wird es, wenn die Geldmenge erhöht wird, ohne dass es einen entsprechenden Anstieg des Waren- oder Dienstleistungsangebotes gibt, z.B. weil der Staat Geld "druckt", um eigene Schulden (Staatsanleihen) zu kaufen. Wenn die Marktteilnehmer nun merken, dass für das gleiche Warenangebot nun mehr Geld im Umlauf ist, so müssen sie vernünftigerweise die Preise anheben, um das Ursprungsgleichgewicht wieder herzustellen. Inflation entsteht. Dieser Prozess geschieht nicht über Nacht, sondern eher schleichend, so dass der Staat als Schuldner, der als erster über dieses Geld verfügt, davon mehr profitiert als diejenigen, die später reagieren können.

Nach dieser Betrachtungsweise wird die Inflationsrate dadurch ermittelt, dass man das Geldmengenwachstum abzüglich des Wirtschaftswachstums (BIP) errechnet. Im Idealfall sollen ja beide gleich sein (siehe oben) und die Inflation somit gleich Null. Die Realität sieht leider anders aus: Im Mittel stieg die Inflation nach dieser Berechnungsweise seit 2001 pro Jahr um rund 5,8 Prozent (Datenquelle: Monatsberichte der Deutschen Bundesbank)! Auch bei dieser Sichtweise (ähnlich wie bei den unmanipulierten Inflationsraten) kommt man also zu deutlich höheren Kaufkraftverlusten als in der offiziellen Darstellung.

Fazit:

  • Inflation vernichtet Ihr Vermögen beständig, und ist unbedingt bei der Finanzplanung mit mindestens drei Prozent pro Jahr zu berücksichtigen!
  • Eine Kapitalanlage, die keine höheren Erträge als die Inflationsrate und die zu zahlenden Steuern erreicht, bringt garantierte und endgültige Vermögensverluste mit sich! 
  • Der Staat hat ein  hohes Interesse daran, die Inflationsrate zu niedrig anzusetzen. Die Begründungen mögen sich "schlau" anhören, die Gegenargumente sind unseres Erachtens "schlauer".